Offener Brief an das FVM-Präsidium:
SC West fordert Fair Play und Liga-Aufstockung
Der SC West Köln setzt seinen Einsatz für Chancengleichheit, Integrität und Fairness im Amateurfußball fort. In einem offiziellen Brief wendet sich unser Präsident Kurt Nürnberg direkt an das Präsidium des Fußball-Verbandes Mittelrhein (FVM) – namentlich an Präsident Christos Katzidis und Vizepräsident Rudi Rheinstädtler.
In dem Schreiben verdeutlichen wir, dass der Fall längst über ein einzelnes Kreisliga-A-Spiel hinausgeht. Es steht nicht weniger auf dem Spiel als das Vertrauen in die Sportgerichtsbarkeit und die Glaubwürdigkeit des gesamten Verbandes.
1. Fragwürdige Wende im Gerichtsverfahren & Neuzugänge am 30. Spieltag
„Der FC Pesch bestritt die ersten 29 Saisonspiele mit seinem Kreisliga-A-Kader – das entscheidende 30. Spiel jedoch mit einer neu zusammengestellten Mannschaft für die Landesliga 26/27. Das widerspricht jeglichem Fair-Play-Gedanken.“
Nach dem Spielabbruch der Partie FC Pesch vs. ESV Olympia im Juni kündigte das Bezirkssportgericht zunächst eine Neuansetzung an, bei der nur bereits am ursprünglichen Spieltag spielberechtigte Akteure hätten auflaufen dürfen. Nach fristgerechter Stellungnahme unseres Vereins vollzog das Gericht jedoch eine plötzliche Kehrtwende:
Dem SC West wurde überraschend die Verfahrensbeteiligung abgesprochen – und der gegnerischen Mannschaft erlaubt, sämtliche zwischenzeitlich verpflichteten Neuzugänge (teilweise aus der Mittelrheinliga) einzusetzen. Eine nachvollziehbare Rechtsgrundlage für dieses Vorgehen ist für uns bis heute nicht erkennbar.
2. Große Rückendeckung: Bereits rund 650 Unterstützer bei der Petition
Die Reaktionen in den sozialen Medien und der regionalen Öffentlichkeit zeigen deutlich: Die Entscheidungen stoßen auf breites Unverständnis.
Um dem Anliegen Nachdruck zu verleihen, hat der SC West eine Petition zur einmaligen Aufstockung der Kreisliga A gestartet, die inzwischen von rund 650 Menschen unterstützt wird. Das belegt eindrucksvoll, dass es sich nicht mehr nur um das Anliegen eines einzelnen Vereins handelt, sondern um die Grundwerte des gesamten Amateurfußballs.
3. Wettbewerbsverzerrung heilen: Machbare Lösung liegt auf dem Tisch
Parallel zum laufenden Einspruchsverfahren gegen die Spielwertung haben wir dem Kreisvorstand und dem Spielausschuss ein konkretes Lösungsmodell vorgelegt: Die einmalige Aufstockung der Kreisliga A für die Saison 2026/2027.
Keine Bevorzugung oder Benachteiligung: Alle sportlich erzielten Ergebnisse und Tabellenplätze bleiben zu 100 % bestehen.
Rechtlich fundiert: Der SC West hat dem Gremium sowohl die genaue Rechtsgrundlage als auch einen Präzedenzfall aus der Saison 2019/2020 vorgelegt.
Uneinigkeit im Gremium: Nachdem der erste Antrag pauschal abgelehnt wurde, erfolgte die erneute Ablehnung unter Vorlage der Rechtsgrundlage nicht mehr einstimmig – allerdings erneut ohne inhaltlich nachvollziehbare Begründung.
4. Appell an das FVM-Präsidium: Haltung zeigen für den Sport
In unserem Schreiben bitten wir das FVM-Präsidium eindringlich, Verantwortung zu übernehmen und sich beim Kreisvorstand für diese pragmatische, faire Lösung einzusetzen. Eine Aufstockung greift den laufenden juristischen Instanzen nicht vor, schützt aber alle Beteiligten vor den Folgen einer historisch einmaligen Verfahrenskonstellation.
Gerade im Ressort des Vizepräsidenten, der die ausdrückliche Verantwortung für den Bereich „Fair Play“ trägt, hoffen wir auf starke Unterstützung für Werte, die auf dem Platz jeden Tag vorgelebt werden sollten.
Für den Vorstand des SC West Köln 1900/11 e.V.
Kurt Nürnberg (Präsident)
