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WestAlumni - Tim Kempermann


Es kommt mal wieder zu einem Artikel über unsere WestAlumni. Heute mit dabei: Tim Kempermann. Tim war für drei Jahre Teil der Westfamilie und engagiert an mehreren Fronten. Sei es Torwarttraining, Kick-It Camps, Co-Trainer, Haupttrainer, Tim hat wirklich schon fast jede Position bei uns mit Erfolg durchlaufen. Dass er jetzt Co-Trainer der U12 bei Fortuna Düsseldorf ist, macht ihn zum Teil unserer WestAlumni Serie. Tim hat sich mit unserem FSJler via Zoom zusammengesetzt und einige Fragen beantwortet. Das Ergebnis bekommt ihr hier zu lesen:


Hallo Tim, schön, dass du dir Zeit genommen hast. Wo arbeitest du momentan im Fussball?


T: Ich arbeite momentan bei Fortuna Düsseldorf und bin da jetzt in meinem zweiten Jahr. Dieses Jahr als Co-Trainer der U12, vergangene Saison Co-Trainer der U13. Außerdem bin ich im DFB Team Köln, also im Spielanalyseteam für die Euro 2020, die ja jetzt die Euro 2021 ist, und bereite da mit einigen Kollegen die Einzelspieler für den DFB vor.



Beim Team Köln hast du ja auch schon gearbeitet, als du noch beim SC West warst. Wie ist es dazu gekommen, dass du zu Fortuna Düsseldorf gegangen bist?


T: In der Saison 2018/19 habe ich die 2007er, also die U12, beim West gemacht. Über den Chef des Team Köln, Alexander Otto, wurden damals Stellen ausgeschrieben, unter Anderem auch bei Fortuna Düsseldorf. Ich habe mich dann an Alex gewandt, er hat einen Kontakt hergestellt, und ich habe mich mit Bewerbungsschreiben, Lebenslauf und so weiter beworben. Im Endeffekt war es so, wie man sich für einen ganz normalen Job bewirbt.



Bevor du bei Fortuna gelandet bist, warst du also auch beim West. Was waren deine Aufgaben da?


T: Ich hab 2016 als Torwarttrainer angefangen, wurde dann aber schnell als Co-Trainer der U11 mit eingespannt und habe die 2006er in der U11 und der U12 begleitet. Parallel habe ich, je nach Saison, als Torwarttrainer von U11 bis U17 gearbeitet. 2018 hab ich dann die 2007er übernommen, bis ich dann 2019 zur Fortuna gewechselt bin.



Das heißt ja du warst ziemlich engagiert und hast ziemlich viel Zeit am West verbracht. Was sind denn da die Erinnerungen die dich prägen?


T: Das sind die Dinge, die auch zum Selbstbild des West gehören. Dieses Familiäre, dass man halt wirklich mit allen Leuten, die da sind, gut auskommt. Ich hab meine besten Freunde in Köln alle beim SC West kennengelernt, als wir Trainer hier waren. Das bleibt natürlich in Erinnerung. Natürlich gab es auch wahnsinnig viele geile fußballerische Momente, die sehr viel Spaß gemacht haben. Und dass ich eben so früh die Chance hatte, auf leistungsorientiertem Niveau als Trainer zu arbeiten, obwohl der West meine erste Trainerstation war, war auch cool. Aber was mir wirklich in Erinnerung bleibt, ist, dass da Menschen sind, die ich kenne, die ich schätze, die ich mag, mit denen ich mich gerne unterhalte und dass einfach eine total herzliche, warme Atmosphäre herrscht.



Gibt es denn einen speziellen Moment an den du dich erinnerst und dir sagst: Boah das war geil?


T: Da fragst du mich was. Also es gibt definitiv, vor allem in der Saison mit den 2007ern, mehrere Momente, die richtig geil waren. Wir haben zum Beispiel beim Ford Masters damals den SC Paderborn geschlagen. Das war für die Jungs unglaublich cool, da ein Spiel gegen ein NLZ zu gewinnen. In der gleichen Saison haben wir in der Rückrunde mal eine lange Zeit kein Spiel gewonnen, und haben dann zu Hause gegen Spoho gespielt, die immer so ein bisschen ein Rivale von uns waren. Da machen wir mit dem Abpfiff durch einen Fernschuss in den Winkel das 5:4. Mit den 2006ern gab es da natürlich auch einiges, zum Beispiel den Geißbockcup 2016. Überragend war natürlich auch der Aufstieg mit den Herren in die Bezirksliga. Das war auch ein geiler Moment. Du merkst schon es fällt schwer, da einen rauszupicken, aber es war auf jeden Fall eine gute Zeit (lacht).



Deine damalige Mannschaft, die 2007er, spielen momentan um den Aufstieg in die Mittelrheinliga. Schaust du dort manchmal zu?


T: Ja ich bin nach wie vor ziemlich oft am West, vor allem wenn die 2007er spielen. Ich glaube ich habe bisher 2 oder 3 Heimspiele gesehen. Das macht schon richtig Bock, die Jungs jetzt spielen zu sehen. In der U12 und der U13 sind wir in der Spiel- und Trainingskonzeption total auf Ausbildung gegangen und haben da sicherlich auch Spiele hergeschenkt, indem wir so extrem ausbildungsorientiert gespielt haben. Für die Jungs war das nicht einfach. Wir haben wir ihnen damals immer vorgebetet, dass sie das langfristig weiterbringt. Mit ein paar Neuzugängen und vielen Jungs von damals ernten sie jetzt die Früchte dafür. Es freut mich sehr, dass sie jetzt belohnt werden.



Du hattest ja schon erwähnt, dass du mit der ersten Mannschaft in die Bezirksliga aufgestiegen bist und man sieht dich neben deinen Besuchen der 2007er auch mal mit denen auf dem Trainingsplatz. Wie ist es da nochmal aktiver Teil des SC West zu sein?


T: Das Ganze ist zustande gekommen, weil der ersten Herren ein zweiter Torwart fehlte. Ich habe mich dann als Trainingstorwart angeboten und die letzten Wochen vor dem Lockdown regelmäßig mittrainiert. Das war schon cool, weil dafür in der letzten Saison einfach keine Zeit war. Jetzt bin ich froh, wieder mit den alten Kollegen auf dem Platz zu stehen.



Was würdest du dir für den SC West in Zukunft wünschen?


T: Was ich mir für den West auf jeden Fall erstmal wünsche, ist dass er es weiter schafft, den Spagat zwischen Leistungsfußball und diesem herzlichen, familiären, warmen Umfeld zu leisten. Ich glaube, dass das eine einmalige Kombination im Kölner Fußball ist. Das ist das, was den West ausmacht, und erstmal das wichtigste. Ansonsten hoffe ich – und weiß auch, dass der West Verantwortliche hat, die sich dafür einsetzen - dass sich die Spieler wohlfühlen und dass es eine coole, engagierte Trainerschaft gibt, die sich aus den verschiedensten Charakteren zusammensetzt, wo jeder seine Stärken einbringen kann. Und der ersten Mannschaft wünsche ich natürlich, dass sie bald endlich mal wieder den Weg in die Landesliga gehen kann. Wenn es gelingt, diese Komponenten unter einen Hut zu bringen, dann ist der West auf einem gutem Weg.

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